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Cardiomatics gewinnt 3,2 Millionen US-Dollar an Startfinanzierung

Was Kameras und EKG-Geräte gemeinsam haben

Das 20. Jahrhundert war das goldene Zeitalter der analogen Fotografie. Erstaunliche 85 Milliarden physische Fotos wurden im Jahr 2000 auf der ganzen Welt aufgenommen. Damals waren Fotokameras jedoch groß, teuer und kompliziert zu bedienen. Aber dann, im November 2000, kam das erste Handy mit Kamera auf den Markt, und seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war.

Das J-Phone hatte eine Auflösung von 0,1 Megapixel oder 300 Pixel mal 300 Pixel. Die Qualität lag weit unter der professioneller Digitalkameras, aber die Revolution hatte begonnen. Im Jahr 2021 werden 1,4 Billionen Fotos gemacht, davon bis zu 90 % mit Mobiltelefonen.

Bei der Entwicklung von EKG-Hardware gibt es einen ähnlichen Trend. Die ersten Maschinen (in den 1950er Jahren) hatten die Größe eines Rucksacks, während aktuelle Modelle auf die Größe einer Streichholzschachtel kommen und eine Qualität bieten, die noch vor wenigen Jahrzehnten nicht erreichbar war. Genauso wie bei der Kamera werden wir in Zukunft zwangsläufig immer mehr tragbare, zugängliche Geräte sehen, die in der Lage sind, elektrophysiologische Parameter aufzuzeichnen.

 

Die Rolle von KI und Cloud

Die photographische Revolution hat die Art und Weise verändert, wie wir Fotos speichern, teilen und verarbeiten. Cloud-Speicherdienste (wie Google Photos oder Apple iCloud) ersetzen den lokalen Speicher und das Teilen eines Fotos bedeutet nur noch selten das Versenden einer physischen Kopie. Am interessantesten ist jedoch die zunehmende Rolle der KI in der Bildverarbeitung.

Wir glauben, dass wir die gleichen Trends in der Elektrokardiographie beobachten werden, wobei jene Geräte, die zum Aufzeichnen von EKGs in der Lage sind, immer allgegenwärtiger werden. Gleichzeitig ist die Zahl der Experten, die diese Daten auswerten können, gleich geblieben. Hier sehen wir den größten Beitrag von Cardiomatics: in der Überbrückung der Kluft zwischen dem zunehmenden Volumen an EKG-Daten und der Überforderung des medizinischen Fachpersonals.

Wir sind davon überzeugt, dass die technologische Entwicklung den Zugang zu Diagnosewerkzeugen erleichtern wird. Verfahren, die heute kompliziert sind und ein hohes Maß an Fachwissen erfordern, werden für jedermann machbar sein, genau wie das Fotografieren mit einer 10-Megapixel-Kamera.

 

Unsere Crew wächst

In den vergangenen Jahren mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass wir uns nicht gerade für eine Branche entschieden haben, die auf leichte Art und Weise auf neue Gleise gestellt werden kann. Vertrauen und klinische Beweise werden nicht innerhalb von wenigen Tagen oder Monaten geschaffen oder entwickelt. Die Steuerung des Produktaufwands in einem stark regulierten Umfeld ist eine diffizile Angelegenheit. Deshalb ist es so wichtig, von erfahrenen Menschen umgeben zu sein.

Und deshalb freue ich mich, im Namen des gesamten Unternehmens Kaya VC, Nina Capital, Innovation Nest und Nova Capital als unsere neuen Investoren und Reisebegleiter begrüßen zu dürfen! Was mich noch mehr freut, ist, dass ich persönlich die Gelegenheit haben werde, direkt mit Pavel Mucha (Kaya VC), Marta-Gaia Zanchi (Nina Capital) und Piotr Kulesza (RTA Ventures) als Mitglieder unseres (neu geschaffenen) Vorstands zusammenzuarbeiten. Eine bessere Mischung von Menschen kann ich mir beim besten Willen für diese Phase der Unternehmensentwicklung kaum vorstellen.

 

Das ist ein Teamspiel

Bei dieser Gelegenheit möchte ich unseren Pre-Seed-Investoren danken: RTA Ventures, Innoventure und Business Angels. Mein besonderer Dank gilt Piotr Kulesza (RTA), der als erster an die ursprüngliche Idee und ein paar Codezeilen glaubte, aus denen später Cardiomatics entstehen sollte.

Auf jeden Fall muss auch das Nationale Zentrum für Forschung und Entwicklung in Polen Erwähnung finden. Dank ihnen mussten wir uns keine Sorgen um die Finanzierung unserer F&E-Aktivitäten machen.

Ohne unsere Kunden gäbe es Cardiomatics gewiss nicht. Unsere kommerziellen Aktivitäten waren die Hauptantriebsquelle für unsere Geschäfts- und Produktentwicklung. Damit meine ich nicht nur den Umsatz, sondern auch das Feedback, das wir ständig zu unserem Produkt erhalten.

Mein größtes Kompliment gilt dem gesamten Cardiomatics-Team. Wir haben so viel zusammen durchgemacht. Vielen Dank, dass Ihr Euch entschieden habt, Euch einem kleinen Unternehmen mit einer verrückten Idee anzuschließen, anstatt einem klar definierten Karrierepfad in einem Konzern zu folgen. Das war mutig. Und das ist erst der Anfang.

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